Dünckelmeyer | Weininfo Neuseeland
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Weininfo Neuseeland

Neuseeland war bisher bekannt als das Land des Sauvignon Blanc. Mittlerweile beweisen aber auch deren Pinot Noir und Weine anderer Rebsorten, dass die Kiwis Spitzenweine in jeder Kategorie produzieren können. Eine Verführung in eine der besten Weinregionen der Welt. Einzelheiten können unten nachgelesen werden.

Quelle: Wikipedia

Eine kurze Weinhistorie
Die Geschichte des Weines in Neuseeland ist ebenso jung wie die Nation selbst. Die ersten Weinbauern waren deutsche und englische Einwanderer, die Anfang des 19. Jahrhunderts ihre Weine in erster Linie zum Eigenbedarf oder für den regionalen Markt herstellen. Die älteste noch existierende Weinkellerei Neuseelands ist Mission Estate in der Nähe der Art-Dekostadt Napier in der Hawke´s Bay. Bereits im Jahr 1851 machten die französischen Mönche der Gesellschaft Mariens auf sanften öffentlichem Druck hin ihren „Messwein“ auch für die Bevölkerung zugänglich. Um neuseeländische Weinkultur zu verstehen, muss man nur ca. 25 Jahre zurückblicken. Die Kiwis, so nennen sich die Neuseeländer selbst, waren bis dahin eher Biertrinker. Das Land litt unter den Nachwirkungen von Prohibitionsgesetzen und Wirtschaftskrise und im Grunde genommen herrschte in den meisten Lebensmittelkategorien eine frustrierende Eintönigkeit. Wein führte ein trauriges Schattendasein, ohne internationale Konkurrenz fürchten zu müssen. Bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts waren bedeutende Teile der in Neuseeland hergestellten Weine nahezu ungenießbar und für einen Export völlig ungeeignet. Experten stellten fest, dass die Weine nicht selten geschmacklich am unteren Ende der Genießbarkeitsskala rangierten und einige sogar biologisch als kontaminiert betrachtet werden mussten. Der wirtschaftliche Aufschwung der 80er Jahre, vor allem aber die Entdeckung, dass sich die heutige Hauptanbaugegend Neuseelands, die Marlborough Region, einzigartig zum Anbau von Sauvignon Blanc Trauben eignet, bescherte dem Weinbau einen drastischen Aufschwung. Die Weinindustrie veränderte ihr Gesicht zügig. Zahlreiche Neuseeländer kehren mittlerweile mit einer europäischen oder australischen Ausbildung zum „Viticulturist“ oder “Winemaker“ zurück, um hier ihre internationalen Erfahrungen optimal einbringen zu können. Gleichermaßen wandern Önologen aus allen Ländern in das Land ein, um sich unter ausgezeichneten Rahmenbedingungen in gewisser Weise selbst zu verwirklichen. Weingrund war zumindest bis dahin günstig und großflächig, Boden und Klima für einige Weinsorten besser geeignet als an jedem anderen Ort der Welt. Neuseelands Weinkultur profitierte sehr vom importierten Know-how aus Übersee.

 

In den letzten 20 Jahren ist die Zahl der Anbauflächen von 6.000 Hektar auf heute über 33.000 Hektar gewachsen – Tendenz: weiter steigend. Die Zahl der Wineries stieg im selben Zeitraum von 130 auf über 680 und wird auch weiterhin um voraussichtlich 20 bis 30 pro Jahr wachsen. Im gleichen Zuge konzentriert man sich bei der Produktion auf die eigentlichen Stärken: während der Anbau von Müller-Thurgau – im Jahre 1990 mit 26.000 t bei weitem häufigste Traubensorte – auf heute unter 80 t zurückging, nahm die Herstellung von Chardonnay von 4.400 t auf 26.000 t, die von Sauvignon Blanc sogar von 2.900 t auf fast 175.000 t zu.

 

Neuseelands Regionen

Neuseeland ist mit einer Fläche von ca. 270.000 km² beinahe so groß wie Italien, verfügt aber mit knapp 4 Mio. Einwohnern über gerade so viele Einwohner wie etwa Berlin. Geographisch befinden sich die beiden Hauptinseln, aus denen Neuseeland besteht, zwischen dem 34° und dem 47° südlicher Breite und ist damit etwa der Lage Spaniens in der nördlichen Hemisphäre vergleichbar sowie dem 166° und dem 179° östlicher Länge. Aus Sicht des Weinanbaus ist es erforderlich, Neuseeland grob in zwei Regionen zu unterteilen: einer nördlichen und einer südlichen, allerdings geographisch abweichend von den beiden Hauptinseln. Die südliche Region erstreckt sich vom Wairarapa am Südende der Nordinsel bis hin nach Central Otago im südlichen Teil der Südinsel, dem zugleich südlichsten Weinanbaugebiet der Erde. Diese Region eignet sich besonders hervorragend zum Anbau von so genannten „kühl-klimatischen“ Traubensorten, wie beispielsweise Sauvignon Blanc, Riesling oder Pinot Noir. Am besten könnte man diese Region mit dem Klima im französischen Burgund vergleichen. Die heiße nördliche Region, angefangen von der Hawke´s Bay, reicht bis nach Kaitaia (dem vormaligen Wohnort des zwischenzeitlich verstorbenen Friedensreich Hundertwasser) im subtropischen Norden. Diese Lagen bieten optimale Bedingungen für das Wachstum der Rebsorten Syrah, Cabernet Sauvignon oder Merlot. Das Klima hier ähnelt in etwa dem um das südfranzösische Bordeaux.

 

Auckland / Northland

Der subtropische Norden von Neuseelands Weinanbaugebiet lässt sich nochmals in drei Unterregionen unterteilen: Northland, Waiheke Island und die Region um Auckland. Northland ist die große Region nördlich von Auckland. Hier ist das Klima bereits subtropisch und auch im Winter fällt die Temperatur selten unter +8 Grad Celsius. Besonders die Winde aus dem pazifischen Becken beeinflussen das Wetter. Northland war Neuseelands erstes Weinanbaugebiet, als europäische Einwanderer im frühen 19. Jahrhundert hier landeten und mit der Weinwirtschaft begannen. Keiner diesen frühen Weinbetriebe ist allerdings erhalten. Inzwischen macht die Gegend um die kleine Goldgräberstadt Matakana von sich reden. Hier haben sich in den letzten Jahren mehrere Weingüter etabliert, unter anderem auch der inzwischen Weltruf genießende Providence Vineyard mit dem derzeit teuersten Wein Neuseelands. In und um Neuseelands größte Stadt Auckland sind alle großen Weinproduzenten des Landes ansässig, die aber immer eine Auswahl von Weinen aus allen Anbaugebieten Neuseelands bieten. Bemerkenswert ist die Gegend um Henderson und Kumeu/Huapai im Nordwesten der Stadt. Diese Region gilt als die eigentliche Wiege des moderneren neuseeländische Weinanbaues. Vor allem in den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts haben sich hier überwiegend die dalmatischen Einwanderer dem Weinanbau gewidmet, um die Grundversorgung der ansässigen „Kauri-Gumdigger“ sicherzustellen. Insgesamt sind hier über 90 Weinkellereien aktiv, von denen nur die renommierte Familie Brajkovich ausschließlich Trauben aus der Region verwendet. Alle anderen besitzen neben ihren nördlichen Weingärten meistens weitere in den anderen Hauptanbaugebieten. Die vorrangig angebauten Traubensorten sind Chardonnay, Cabernet Sauvignon und zunehmend Merlot. Besonders erwähnenswert ist die Auckland nördliche vorgelagerte Insel Waiheke, die vor allem für ihre ausgezeichneten Rotweine weltweit bekannt ist. Die Böden und das trockene Klima eignen sich hervorragend für Merlot und Cabernet. Südöstlich von Auckland befindet sich Clevedon Valley, eine junge Destination, die bei Kennern schon jetzt als eine der kommenden Weingegenden der Region gehandelt wird. Rotweine aus dem Ness Valley oder von Vin Alto gelten den Waiheke Weinen als qualitativ mindestens ebenbürtig, sind häufig aber preiswerter.

 

Waikato

Der Waikato ist Neuseelands kleinste Weinregion. Mit lediglich 21 Wineries und einer größerer Anzahl von Kontraktweinbauern verfügte diese Gegend 2004 über ca. 147 Hektar Anbaufläche. Dominante Anbausorte ist Chardonnay. Vor allem durch die Gründung (der inzwischen geschlossenen) staatlichen Weinforschungstation in Te Kauwhata erschien diese Gegend auf Neuseelands Weinlandkarte. Deren jetzige private Inhaber zeigten mit ihren kürzlichen Goldmedaillenerfolgen, dass im Waikato hochqualitative Weine produziert werden können.

 

Bay of Plenty

Als Captain Cook in der Bay of Plenty an Land ging, fanden seine Leute im Übermaß alles, was sie zum weitersegeln brauchten: Wasser und Nahrung. In der „Bucht des Überflusses“ werden heutzutage in erster Linie Obst und Gemüse angebaut. Aufgrund der Fruchtbarkeit des Bodens und der relativ hohen Niederschlagsmenge ist die Bay zwar hervorragend zum Anbauen von Kiwifrüchten, nicht jedoch so optimal für Wein geeignet. Deshalb wird diese Region oftmals als Weinanbaugebiet mit dem Waikato zusammengefasst.

 

Gisborne

Bevor Cook die Bay of Plenty erreichte, trafen seine Schiffe in der Gegend von Gisborne erstmals auf neuseeländisches Festland. Da man hier aber weder Nahrung noch Wasser fand, hingegen aber um so mehr unfreundlich gesinnte Inselbewohner, segelte man kurzerhand weiter nach Norden und taufte diese Gegend Bay of Poverty, Bucht der Armut. Gisborne ist durch seine Nähe zur internationalen Datumsgrenze die östlichste Weinanbauregionen der Welt. Trotz Trockenheit und großer Hitze dominiert in Gisborne mit über 2.000 Hektar der Chardonnay-Anbau bei weitem. Weit abgeschlagen rangieren Sauvignon Blanc und Muskat, deren Anbau insgesamt stark zurückgeht und zunehmend durch Chardonnay ersetzt wird. Zur Trendrebsorte entwickelt sich in der Region immer mehr Gewürztraminer. Nach Hawke´s Bay und Marlborough ist dies Neuseelands drittgrößte Anbauregion, obwohl die ersten Weinreben hier vor gerade ca. 25 Jahren gepflanzt wurden. Leider ist das Wetter rund um das East Cape oftmals sehr launisch, so dass sich die Qualität einzelner Jahrgänge recht stark unterscheiden kann. Besonders die großen unter Neuseelands Weinherstellern – Montana und Villa Maria – verfügen hier über größere Weingüter, ferner zahlreiche Vertragswinzer. Aber auch die wenigen lokalen Wineries setzen Akzente, wie beispielsweise Millton Vineyards, deren organische Weine auf Jahre hin ausverkauft sind.

 

Hawkes Bay

Die Hawkes Bay ist das Hauptanbaugebiet auf der Nordinsel. Hier befinden sich nach wie vor die ältesten Weinkellereien des Landes, wie auch einige der jüngsten mit bemerkenswerter Erfolgsgeschichte. Die Gegend rund um die beiden sehenswerten Art-Deko-Städte Napier und Hastings entwickelt sich zunehmend zu einer renommierten Rotweindestination, nachdem früher hier vorwiegend Chardonnay angebaut wurde. Internationale Erfolge bei Weinwettbewerben in den letzten Jahren untermalen dies äußerst eindrucksvoll. Cabernet Sauvignon und Merlot sind die bevorzugten Rotweinsorten. Das sehr trockene und heiße Klima, vor allem zur Erntezeit, bietet aber auch einzigartige Wachstumsbedingungen für Syrah, der immer beliebter wird. Sauvignon Blanc und Chardonnay aus dieser Gegend haben eine ganz eigene Note, die stark an tropische Früchte erinnert.

 

Dadurch erhalten diese Weißweine aus der Hawkes Bay einen einzigartigen Charakter, wobei sie qualitativ den Weißweinen aus anderen neuseeländischen Anbaugebieten mindestens ebenbürtig sind. Durch die Gründung einer terroirbasierten Appellation nach französischem Vorbild haben es die Winzer in der bekannten Anbaugegend rund um die Gimblett-Road geschafft, international auf sich aufmerksam zu machen. Diese ca. 800 Hektar große Lage ist Ursprung für einige der bemerkenswertesten Rotweine der südlichen Hemishäre.

 

Wairarapa (Nordinsel)

Der offizielle Titel dieser Region als Regierungsbezirk lautet Wellington und ist definiert als das untere Ende der Nordinsel. Hier lassen sich zwei unterschiedliche Unterregion identifizieren, von denen neben dem Weingebiet Wellington (ca. 1,5 Autostunden von der neuseeländischen Hauptstadt entfernt) die Landschaft um Martinborough die bedeutendere ist. Eine große Anzahl kleinerer und mittelgroßer Weinbauern siedelte sich auf den so genannten Martinborough Terrassen an, die man gerne als eigene Destination verstanden haben möchten. Erstklassige Pinot Noirs zeichnen die Gegend besonders aus, aber auch sehr schmackhafte Rieslings und Sauvignon Blancs sind hier zu finden. Unter den bedeutendsten Herstellern finden sich international berühmte Namen wie Te Kairanga und Martinborough Vineyards. Aber auch die Weine kleinerer Hersteller wie Stratford können mit den Besten der Welt konkurrieren.

 

Nelson

Ein Wachstum von 55 Prozent katapultierte Nelson 1999 bereits an die fünfte Stelle von Neuseelands Weinregionen. Bei ähnlichen Anbaubedingungen wie im östlicher gelegenen Marlborough gedeihen hier exzellente Sauvignon Blancs und Pinot Noirs. Auch Riesling und Chardonnay dürften in Zukunft ein gleichermaßen wichtiger Teil der Produktion sein. Obwohl immer im Schatten des größeren Nachbarn Marlborough, wachsen in Nelson einige der besten Weißweine des Landes.

 

Marlborough

Marlborough ist das größte, bekannteste und auch meistbesuchteste Weinanbaugebiet Neuseelands. Die geographischen Gegebenheiten der beiden Haupttäler Wairau und Awatere limitierten das für den Weinanbau nutzbare Agrarland. Hier tummeln sich bereits über 130 Weingüter, obwohl die besondere Eignung für den Sauvignon Blanc-Anbau erst Mitte der 80er Jahre erkannt wurde. Mit über 12.000 Hektar Anbaufläche ist Sauvignon Blanc auch die vorherrschende Traubenvariante. Daneben ist Marlborough aber auch Neuseelands Hauptanbaugebiet für Pinot Noir. In zunehmendem Maße wird der Pinot Noir zur Herstellung von Sekt nach Méthode Traditionelle verwendet, von denen sich etliche ganz und gar nicht hinter dem französischen Vorbild verstecken müssen. Die Chardonnays der Gegend haben einen ganz eigenen Charakter. Die meisten Weingüter drängen sich im Westen der Distrikthauptstadt Blenheim (die nach einem hessischen Ort benannt wurde, in deren Nähe Lord Marlborough eine bedeutende Schlacht gegen Napoléon gewonnen hatte). Heiße und sehr sonnige Tage unterstützen den Reifeprozess der Trauben, während die relativ kühlen Nächte der Erhaltung der Aromen in den Trauben dienlich sind. Die derzeit 19.500 Hektar Anbaufläche weisen immer noch zweistellige Zuwachsraten auf, die voraussichtlich erst enden wird, wenn die verfügbare Fläche ganz mit Reben bepflanzt ist.

 

Canterbury

Canterbury im Osten der Südinsel ist ein ebenso junges Weinanbaugebiet wie die beiden nördlicheren, Nelson und Marlborough. Die Hauptstadt der Region, Christchurch, ist die drittgrößte Stadt Neuseelands und durch und durch englisch geprägt. Um sie herum siedeln ca. 60 hauptsächlich kleinere Weinhersteller. Ein weiterer Anbauschwerpunkt befindet sich um die kleine Stadt Waipara, ca. 40 Autominuten nördlich von Christchurch. Der Fokus dieser Produzenten liegt auf Chardonnay und äußerst delikaten Pinot Noirs. In letzter Zeit gewinnt besonders Riesling, der sich für dieses etwas kühlere Klima besonders gut eignet, immer mehr an Bedeutung, aber natürlich findet man auch hier wieder Sauvignon Blanc.

 

Otago

Man glaubte lange, dass der äußerste Süden des Landes zu kühl für effizienten Weinanbau sei. Ein Produktionsplus von 50 Prozent in den letzten Jahren bei den inzwischen bereits über 110 Weinproduzenten zeigt ein anderes Bild. Auf nunmehr über 1.540 Hektar Anbaufläche gedeiht ausgezeichneter Pinot Noir, der auch gleichzeitig den größten Teil des Anbaus darstellt. Der karge Boden und das trockene Klima rund um die Städte Alexandra, Cromwell und Arrowtown, die gleichzeitig auch das größte Apfelanbaugebiet des Landes sind, erlaubt es den Trauben einzigartige Aromen zu entwickeln. In den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde hier mit dem Weinanbau begonnen. Auch dieses landschaftlich besonders reizvolle untere Ende Neuseelands schließt sich wohl weiter dem Weinboom der anderen Landesteile an.

 

Mein neuseeländisches Sortiment umfasst eine riesige Auswahl (über 100) Weine der folgenden Rebsorten:

 

Rot und Rosé:

Pinot Noir (allein davon 30 verschiedene!), Syrah, Merlot, Cabernet Franc, Malbec, Tempranillo, Merlot/Cabernet, Cabernet/Merlot/Cabernet Franc

 

Weiß:

Sauvignon Blanc (allein davon 20 verschiedene!), Chardonnay, Riesling, Pinot Gris, Pinot Blanc, Chenin Blanc, Semillon, Viognier, Gewürztraminer

 

Entdecken Sie meine aktuellen Probierpakete und lassen Sie sich von meiner großen Auswahl und erlesenen Weinvielfalt inspirieren. Gerne berate ich Sie über die einzelnen Weine in meinem Sortiment. Nehmen Sie einfach Kontakt mit mir auf.